Die Verbände BHB, HHG und IVG fordern wirtschaftsfreundlichere Rahmenbedingungen für die kommende EU-Legislaturperiode in Brüssel. Statt regulatorischer und bürokratischer Vorgaben für Industrie und Handel müsse die Wettbewerbsfähigkeit wieder in den Mittelpunkt rücken.
Der Handelsverband Heimwerken, Bauen und Garten e.V. (BHB), der Herstellerverband Haus & Garten e.V. (HHG) sowie der Industrieverband Garten e.V. (IVG) machen sich laut einer Mitteilung stark für einen gemeinsamen und geeinten Binnenmarkt, auf dem sichere und qualitätsvolle Produkte im Handel vertrieben werden können.
Regulatorische Neuerungen
In der vergangenen Legislaturperiode sei eine Vielzahl von regulatorischen Neuerungen wie der digitale Produktpass oder die Verpackungsverordnung beschlossen worden, die produzierende Unternehmen und Händler zugleich betreffen, so die drei Verbände. Hieraus resultierten zahlreiche Berichtspflichten und Risikoabwägungen. Manche Verordnungen widersprächen sich, die Umsetzung koste den Unternehmen Geld sowie Ressourcen und reduziere damit das Kapital für Investitionen in Innovationen und den Ausbau der Wertschöpfung, berichten die Verbände.
BHB, HHG und IVG verweisen zudem darauf, dass unter anderem aus China immer mehr Konkurrenz auf den Markt komme, da dort günstiger produziert werden könne. Die meist preiswerteren Produkte würden bei den Kunden nicht zuletzt aufgrund sinkender Kaufkraft immer beliebter und stellten eine Bedrohung für die hiesigen Hersteller und Händler dar, heißt es in der Mitteilung.
Unterstützung der EU-Klimaziele
Gemeinsam unterstützten die Verbände den Grundgedanken des Green Deals und der Klimaziele der EU. Ziel des Green Deals könne es aber nicht sein, dass Unternehmen mehr Zeit dafür verwenden, welche neuen Vorgaben erfüllt werden müssen, als auf die Entwicklung und den Vertrieb der Produkte selbst. Dies hemme die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft in erheblichem Maße, so die Verbände.
