(Quelle: BEG)
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Branche im Blick

21. November 2021 | Teilen auf:

Smart-Living-Förderungen nutzen, Energie einsparen und das Klima schützen

Angesichts der derzeit drastisch steigenden Energiepreise für Öl und Gas und dem Beginn der Heizperiode fragen sich viele Menschen, wie sie die Kosten dafür senken können. Eine Antwort: Durch den Einsatz von Smart-Living-Technologien, die den Betrieb energetischer Anlagen im Gebäude optimieren und so den Energieverbrauch senken. Die Anschaffung solcher digitalen Systeme lohnt sich gleich doppelt: Sie schonen den Geldbeutel und werden vom Staat bezuschusst, da sie CO2 einsparen und so die Umwelt schonen.

Digitale Helfer zur Regulierung des Lichts oder zur Einbruchsicherung finden immer mehr Anhänger. Die smarte Technik kann jedoch noch viel mehr: Durch das Zusammenspiel unterschiedlicher Komponenten wie beispielsweise Thermostate, Schalttechnik und Heizungssteuerung lässt sich der Energieverbrauch im Gebäude optimal auf die Bedürfnisse der Bewohner ausrichten. Miteinander verknüpft entsteht aus den intelligenten Helfern eine Gebäudeautomation (GA), die auch „Smart Home“ oder auch „Smart Living“ genannt wird.

Eine der wichtigsten Anwendungen darin ist das Energiemanagement. Es reguliert bzeziehungsweise automatisiert etwa, wann welche Räume wie weit beheizt werden und fährt die Raumtemperatur herunter, wenn länger niemand einen Raum benutzt oder schaltet die Raumbeheizung vollkommen ab, wenn das Fenster geöffnet wird. Mit einer dazugehörigen App lässt sich das Energiemanagement ganz ohne technische Vorkenntnisse an Anwesenheitsregelungen sowie persönliche Bedürfnisse einstellen. Durch die Einbeziehung weiterer Smart-Living-Anwendungen wie zum Beispiel Beleuchtung, Jalousien oder Fenstersteuerungen verbessert sich die Energieeffizienz im Haus weiter.

Smart-Living-Systeme fördern lassen nach dem BEG

„Je nach Automatisierungsgrad, Sanierungsstand und Heizverhalten sind Energieeinsparungen zwischen 15 und 30 Prozent durch ein GA-System zu erwarten, insbesondere wenn ein Gebäude vollständig und einheitlich ausgestattet wird“, erläutert Ingeborg Esser, Vorstandsmitglied in der Wirtschaftsinitiative Smart Living und Hauptgeschäftsführerin des Bundesverbands deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen (GdW). „Smart-Living-Technologien leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Energiewende und zum Klimaschutz und werden mittlerweile auch staatlich gefördert.“

Förderfähig sind Digitalisierungsmaßnahmen zur Verbrauchsoptimierung („Efficiency Smart Home“). Dazu zählen intelligente Messsysteme (so genannte Smart Meter), System- und Schalttechnik, Tür-, Antriebs- und Energiemanagementsysteme sowie Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik. Auch die Kosten der dafür notwendigen Elektroarbeiten und Einregulierungen werden gefördert.

Grundlage der Förderung ist die seit dem 1. Januar 2021 in Kraft getretene „Bundesförderung für effiziente Gebäude“ (BEG). Bis zu 20 Prozent der Anschaffungskosten für energieeffizientere Technik werden übernommen. Erfolgt die Anschaffung im Rahmen eines individuellen Sanierungsfahrplans für das Gebäude sind es sogar 25 Prozent.

Wichtig ist, dass die Anträge vor dem Abschluss eines Auftrags gestellt werden müssen. Verpflichtend ist auch die Einbindung von Energie-Effizienz-Expert:innen. Deren Kosten können über die Baubegleitung gefördert werden. Antragsberechtigt sind Eigentümer, Pächter:, Mieter und Kontraktor.

Smart-Living-Anwendungen und -Förderungen im Überblick

Wer sich über Smart-Living-Technologien informieren möchte, erfährt mithilfe der neuen digitalen Showroom-Landkarte der Wirtschaftsinitiative Smart Living, wo das möglich ist. Unter www.showrooms.wislev.de stellen Showrooms in ganz Deutschland Smart-Living-Anwendungen in den Bereichen Energie, Sicherheit, Komfort, Smart Health und Mobilität vor.

Weitere Informationen zu Förderungen und Anlaufstellen bietet die Website der Wirtschaftsinitiative Smart Living. Wie die BEG-Förderung funktioniert, erfahren Interessierte anschaulich im Video „Klimaschutz fängt zu Hause an“.

zuletzt editiert am 28.10.2021