Zur aktuellen wirtschaftlichen Lage äußern sich vier von zehn Metaller positiv
Zur aktuellen wirtschaftlichen Lage äußern sich vier von zehn Metaller positiv. (Quelle: Fachverband Metall NW)

2021-04-11T22:00:00Z Verhalten gute Stimmung im Metallhandwerk

Die zentralen Ergebnisse aus der neuen Konjunkturbefragung des Fachverbandes Metall NW unter seinen Mitgliedern zeigen, dass sich die aktuelle Lage im nordrhein-westfälischen Metallhandwerk trotz der anhaltenden Pandemie leicht positiv entwickelt. Allerdings verhindern massive Kostensteigerungen bei den Zulieferungen eine noch deutlichere Belebung.

Zur aktuellen wirtschaftlichen Lage äußern sich vier von zehn Metaller positiv. Jedoch besteht nach wie vor ein Unterschied zwischen den beiden großen Bereichen des Metallbaus und der Feinwerkmechanik. Bei rund doppelt so vielen Metallbauern wie Feinwerkmechanikern trifft diese Einschätzung zu. Analog schätzen mehr als 5 Prozent der Metallbauer aber mehr als 15 Prozent der Feinwerker ihre Lage als mangelhaft oder schlechter ein.

Während sich die Metaller bei der positiven Entwicklung im 1. Quartal nahezu einig sind – jeweils gut ein Drittel stellt eine positive Entwicklung fest –, gehen die Einschätzungen hinsichtlich der Perspektiven für das Jahr 2021 auseinander. Im Metallbau überwiegen deutlich die Optimisten – im Gegensatz zur Feinwerkmechanik, wo 18 Prozent mit einer Verschlechterung und lediglich 15 Prozent mit einer Verbesserung der jeweiligen wirtschaftlichen Lage rechnen.

Der insgesamt verhaltene Optimismus, gepaart mit den stark wahrgenommenen Kostensteigerungen bei Zulieferungen, sind eine klare Bremse bei vielen Investitionsvorhaben. Zwei Drittel der befragten Metaller üben diesbezüglich Zurückhaltung. Somit ist es auch nicht verwunderlich, dass Preissteigerungen bei den Lieferanten (65,85 Prozent) diesmal als bedeutendste Herausforderung außerhalb der Corona-Pandemie angesehen werden. Erst auf Platz zwei folgt der Fachkräftemangel (63,41 Prozent). In den letzten Jahren lag der Fachkräftemangel immer auf Platz 1. Steigenden Kosten steht ein sich zunehmend verschärfender Preiswettbewerb beim Kunden (33,54 Prozent) gegenüber. Dieser nährt sich auch aus der Sorge um einen drohenden Auftragsmangel (17,07 Prozent).

zuletzt editiert am 14. April 2021
Newsletter