Ein in schwarz gekleideter hellhäutiger Mann mit Sturmhaube auf dem Kopf, aber nicht über dem Gesicht, also hochgeschobener Sturmhaube schaut durch eine Außentür mit Fenster in eine Wohnung oder ein Haus. Er trägt schwarz Handschuhe und stützt sich mit der rechten Hand an der Scheibe ab, durch die er schaut, während er mit der linken Hand die Türklinke herunterdrückt. Die Szene ist tagsüber entstanden.
Häufiger als gedacht schlagen Einbrecher auch tagsüber zu. Quelle: Winkhaus

Beschlag- und Sicherheitstechnik

07. April 2021 | Teilen auf:

Verisure lässt Einbruchsverhalten untersuchen

Einbrecher kommen auch tagsüber, agieren schneller als man denkt und brauchen oft nicht länger als zehn Minuten, um die Wertgegenstände in einem Haushalt zu finden und zu entwenden. Das geht aus der Kantar Studie zum Einbruchserleben hervor, die von Sicherheitsanbieter Verisure 2019 in Auftrag gegeben und Ende 2020 aktualisiert wurde. An der Studie haben in Deutschland 500 Personen teilgenommen, die bereits mindestens einmal einen Einbruch in ihre Privaträume erlebt haben.

Bei ihnen geschahen sechs von zehn Einbrüchen während kurzer Abwesenheit der Bewohner unter zehn Minuten. Bei dem Großteil der Betroffenen wurde nicht nur das Wohnzimmer, sondern mit dem Schlafzimmer auch der privateste Bereich nach Wertgegenständen durchsucht. In Fällen, in denen Bewohner bei dem Einbruch anwesend waren (23 Prozent), wurde in einem von vier Fällen jemand verletzt und in 31 Prozent dieser Fälle waren der/die Einbrechenden bewaffnet. Gestohlen wurden in erster Linie Schmuck, Bargeld und elektronische Geräte. Darüber hinaus verursachten Einbrecher zunehmend ärgerliche Schäden im Sinne von Vandalismus. Der durchschnittliche Werteverlust belief sich auf rund 10.000 Euro pro Einbruch.

Mit 93 Prozent riefen in Deutschland – im Vergleich zu anderen Ländern – relativ viele Einbruchsopfer die Polizei zur Hilfe, die laut Angaben der Betroffenen durchschnittlich 35 Minuten brauchte, bis sie vor Ort war. Nur in 28 Prozent der Fälle konnten der/die Täter anschließend strafrechtlich verfolgt werden, was im Umkehrschluss bedeutet, dass 72 Prozent unbescholten davon kamen. 61 Prozent der Menschen, bei denen eingebrochen wurde, ergriffen im Nachhinein Schutzmaßnahmen. Allerdings entschieden sich lediglich elf Prozent für eine überwachte Alarmanlage.