Ein illustrativer Mann entspannt sich in einem Büro und lehnt sich auf seinem Stuhl zurück. Ein Computerbildschirm, eine Uhr, Pflanzen und Fensterjalousien sind im Hintergrund zu sehen.
Es bestehen in vielen Unternehmen Zweifel an der Umsetzbarkeit einer Vier-Tage-Woche. (Quelle: Pixabay)

Fachhandel 2024-10-04T09:00:00Z Vier-Tage-Woche?

Der Arbeitskreis Baubeschlag berichtet in seinem Newsletter 9/2024 von einer Umfrage des Ifo-Instituts und Randstat zur Vier-Tage-Woche. Wir geben den Beitrag nachfolgend wieder.

Die seit einiger Zeit stark diskutierte Vier-Tage-Woche wird bisher nur von sehr wenigen Unternehmen umgesetzt, so das Ergebnis der Umfrage. Etwa 11 Prozent bieten ihren Beschäftigten eine Vier-Tage-Woche an. Die Bedingungen sind unterschiedlich. 51 Prozent haben sowohl Arbeitszeit als auch Entgelt reduziert, 39 Prozent verteilen ihre Wochenstunden statt auf fünf auf vier Tage bei demselben Entgelt und 10 Prozent können die Arbeitszeit bei vollem Lohnausgleich verkürzen. Lediglich 2 Prozent der Unternehmen, die noch keine Vier-Tage-Woche anbieten, planen, diese einzuführen, 19 Prozent reden darüber, 30 Prozent sagen, die Einführung sei nicht möglich und für weitere 38 Prozent ist dies kein Thema.

Generell überwiegen die Zweifel an der Vier-Tage-Woche: 59 Prozent erwarten einen höheren Personalbedarf, 52 Prozent sehen großen organisatorischen Aufwand, 40 Prozent fürchten ein Absinken der allgemeinen Wirtschaftsleistung. 37 Prozent sehen nichts Positives an der Vier-Tage-Woche. Lediglich 35 Prozent hoffen auf eine stärkere Mitarbeiterbindung und 32 Prozent auf eine höhere Motivation der Mitarbeiter.

Ende Oktober werden die ersten Ergebnisse der Pilotstudie „100 Prozent Leistung in 80 Prozent der Zeit bei 100 Prozent Bezahlung“ vorliegen. Es zeichnet sich aber ab, dass die Vorbereitungen dieses Pilotprojektes für 40 Prozent deutlich schwieriger waren als gedacht. Weiter hat sich gezeigt, dass knapp 50 Prozent die Arbeitszeit um maximal 10 Prozent gekürzt haben und dann an vier Tagen mehr gearbeitet haben als vorher. 38 Prozent haben die Arbeitszeit um 20 Prozent gekürzt. Im Handel, bei Dienstleistern und in der Gastronomie gibt es immer häufiger Tage, an denen das Geschäft geschlossen bleibt. Oft fehlt schlicht das Personal, um eine Fünf- oder sogar Sechs Tage-Woche abzudecken, oder es ist finanziell nicht möglich, mehr Personal zu beschäftigen. Dies ist dann eine unfreiwillige Vier-Tage-Woche.

zuletzt editiert am 02. Oktober 2024
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