Vor 100 Jahren: Gira bringt den Steckdosenabsatz ins Rollen
Vorbild für eine neue Steckdosen-Generation: Mit federnden Steckerkontakten setzte die Steckdose Nr. 265 von Gira – damals noch unter dem Namen Elektrotechnische Industrie Gustav Giersiepen – einen neuen Qualitäts- und Sicherheitsstandard. (Quelle: Gira)

Smarte Gebäude 2026-06-28T11:02:07.255Z Vor 100 Jahren: Gira bringt den Steckdosenabsatz ins Rollen

Vor 100 Jahren leitete die Steckdose Nr. 265 den Erfolg der Gira Steckdosen ein – Ende Juni 1926 stellte die Firma die Entwicklung aus Porzellan vor. Sie war Mitte der 1920-er Jahre eine bahnbrechende Innovation, weil sie das bis dahin in den gängigen Steckdosen übliche Problem eines unzureichenden Steckerkontakts löste. Mit federnden Steckerkontakten bekamen die Neuheit diese Herausforderung in den Griff, berichtet das Unternehmen.

„Das Produkt bringt im Unternehmen den Absatz von Steckdosen ins Rollen“, sagt die Historikerin Julia Kneiphoff-Nünnerich, die seit 2019 das Gira Unternehmensarchiv verantwortet. „Erst mit der Steckdose Nr. 265 beginnt der Hersteller, neben Schaltern auch seine Steckdosen aktiv zu vermarkten.“

Tatsächlich wurde die Steckdose Nr. 265 nicht nur aufgrund ihrer verbesserten Federkontakte zum Vorbild für eine neue Steckdosen-Generation. Darüber hinaus überzeugte sie durch ihre ungewöhnlich kompakte Bauform. Überdies galten in den 1920er-Jahren Porzellansteckdosen schlechthin als Qualitätsmerkmal moderner Elektroinstallation, da der Werkstoff langlebig, hitzebeständig, elektrisch isolierend und besonders robust war – ideale Eigenschaften für die vor 100 Jahren noch relativ junge Welt der Elektrizität, heißt es in einer Mitteilung.

zuletzt editiert am 28. Juni 2026
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