Der Vorstand der Westag AG geht derzeit davon aus, dass ein etwaiges Umsatzrisiko durch abkühlende Marktnachfrage und der daraus resultierende volumenbedingte Ertragsrückgang durch kostenreduzierende Maßnahmen beziehungsweise Nachlaufeffekte von Preiserhöhungen aufgefangen werden kann.
Der Vorstand der Westag AG geht derzeit davon aus, dass ein etwaiges Umsatzrisiko durch abkühlende Marktnachfrage und der daraus resultierende volumenbedingte Ertragsrückgang durch kostenreduzierende Maßnahmen beziehungsweise Nachlaufeffekte von Preiserhöhungen aufgefangen werden kann. (Quelle: Westag)

Bauelemente

29. August 2022 | Teilen auf:

Westag erzielt mit Türen ein deutliches Umsatzplus

Um 5,3 Prozent konnte die Westag AG mit ihren 1.157 Mitarbeitenden im 1. Halbjahr 2022 seinen Umsatz auf 120,4 Millionen Euro erhöhen. Dies lag nach eigenen Angaben zum einen an Preisanpassungen zur Kompensation der im 1. Halbjahr durch Rohstoff und Energie getriebenen Inflation und zum anderen an der geänderten Nutzung der internen Stromerzeugung. Der Umsatz im Inland entwickelte sich positiv (5,7 Millionen Euro; +6,8 Prozent), wohingegen der Exportumsatz nahezu auf Vorjahresniveau verblieben ist (0,4 Millionen Euro; +1,2 Prozent). Damit reduzierte sich die Exportquote von 27,0 Prozent auf 26,0 Prozent.

Die Betrachtung je Produktbereich zeigt, dass der Umsatz Türen/Zargen deutlich über dem Vergleichszeitraum des Vorjahres (+15,7 Prozent) liegt. Die Zuwächse zeigten sich insbesondere im Handelsgeschäft des Inlandes. Hier seien neben den durchgeführten Preiserhöhungen sowohl Produktmixeffekte zu höhermargigen Produkten als auch leichte Volumensteigerungen gegenüber dem Vorjahr zu bemerken. Die Veränderungen im Baumarktgeschäft des Produktbereiches Türen/Zargen sind ebenfalls positiv gegenüber dem 1. Halbjahr 2021.

Im Produktbereich Oberflächen/Elemente zeigt sich nach wie vor ein deutlicher Umsatzrückgang von 9,9 Prozent, der überwiegend volumengetrieben ist. Die deutlich über dem Vorjahr liegenden Umsatzerlöse im Zentralbereich sind auf die gestiegenen Umsätze mit der KWK-Anlage zurückzuführen (+2,7 Millionen Euro). Dies liegt an der seit Januar 2022 wieder vollständigen Vermarktung der erzeugten Strommengen sowie an den aktuell höheren Strompreisen.

Das bereinigte EBITDA gemäß IFRS verringerte sich von 5,9 Millionen Euro auf 5,1 Millionen Euro. Im EBT gemäß HGB sind unter anderem Aufwendungen für Restrukturierungen und Abfindungen in Höhe von 3,2 Millionen Euro enthalten. Dementsprechend lag auch das Ergebnis vor Steuern gemäß HGB mit -3,6 Millionen Euro unter dem Vorjahreswert von -0,4 Millionen Euro. Die liquiden Mittel verringerten sich um 12,0 Millionen Euro auf 24,8 Millionen Euro.

Der Vorstand geht derzeit davon aus, dass ein etwaiges Umsatzrisiko durch abkühlende Marktnachfrage und der daraus resultierende volumenbedingte Ertragsrückgang durch kostenreduzierende Maßnahmen beziehungsweise Nachlaufeffekte von Preiserhöhungen aufgefangen werden kann. Der Vorstand hält daher an seiner im Vorquartal genannten Prognose für ein bereinigtes EBITDA für das Jahr 2022 gemäß IFRS zwischen zwölf und 14 Millionen Euro fest. Das Ergebnis vor Steuern gemäß HGB wird aufgrund erwarteter Restrukturierungskosten den Break-even noch nicht erreichen. Dieser Ausblick beinhaltet Risiken, da die weiteren Auswirkungen des Ukraine-Krieges und seiner Einflüsse auf die Gesamtwirtschaft nicht vollumfänglich eingeschätzt werden können. Unter Berücksichtigung der vorstehend genannten Einflüsse gelten die im Lagebericht 2021 beschriebenen wesentlichen Chancen und Risiken weiterhin.

zuletzt editiert am 16.09.2022