Das Bild zeigt mehrere Baukräne und ein großes Baugerüst auf einer Baustelle bei klarem Himmel.
Der Wohnungsbau in Deutschland hat noch deutlich Luft nach oben, moniert das Verbändebündnis Wohnungsbau. (Quelle: Frames For Your Heart / Unsplash)

Branche im Blick 2026-05-25T14:47:51.488Z Wohnungsbautag warnt: Absturz auf unter 200.000 Neubau-Wohnungen droht

Als „dramatisch“ hat das Verbändebündnis Wohnungsbau die vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Baufertigstellungszahlen für 2025 bezeichnet. Die Zahl von lediglich 206.600 neu gebauten Wohnungen sei „schockierend niedrig“. Damit sei der Wohnungsneubau im vergangenen Jahr gegenüber dem Vorjahr noch einmal um 18 Prozent zurückgegangen. Die Neubau-Bilanz erreiche damit den niedrigsten Wert seit 13 Jahren, heißt es in einer Mitteilung.

Das zeige schonungslos: „Deutschland steckt in einer tiefen strukturellen Wohnbaukrise. Wir liegen weiter unter dem gesellschaftlich notwendigen Bedarf von 400.000 Wohnungen pro Jahr“, so das Verbändebündnis Wohnungsbau. Die Branchen-Experten erwarten in diesem Jahr sogar einen Absturz auf unter 200.000 neu gebaute Wohnungen. „Das ist nicht einmal die Hälfte der Neubauwohnungen, die es geben müsste“, so das Verbändebündnis Wohnungsbau.

„Hiobsbotschaft für Hunderttausende“

„Dass sich der Wohnungsneubau trotz eines immer größeren Wohnungsmangels negativ entwickelt, ist eine Hiobsbotschaft – vor allem für Hunderttausende von Menschen, die dringend eine bezahlbare Wohnung brauchen. Aber auch für die Branche, der mehr und mehr die Produktionskapazitäten wegbrechen, die eigentlich für einen funktionierenden Wohnungsneubau dringend gebraucht würden. Und natürlich auch für die Bundesregierung, die ein ‚Bauen, bauen, bauen.‘ versprochen hatte“, teilt das Verbändebündnis Wohnungsbau in einer gemeinsamen Erklärung mit.

Das Verbändebündnis Wohnungsbau appelliert deshalb eindringlich an die Politik: „Die Fertigstellungszahlen sind kein Schicksal, sondern das Ergebnis jahrelanger, unzureichender Rahmenbedingungen. Auf verschlechterte Finanzierungsbedingungen wurde mit komplexen, kleinteiligen Förderprogrammen, weiter verschärften Anforderungen und damit Kostensteigerungen reagiert. Das hat den Wohnungsneubau und die Modernisierung abgewürgt. Es gibt kein Erkenntnisproblem, wie der aktuelle Koalitionsvertrag deutlich macht, sondern ein Umsetzungsproblem.“

zuletzt editiert am 25. Mai 2026
Newsletter