ZDB besorgt wegen Entwicklung beim Wohnungsbau.
Düstere Aussichten für den Wohnungsbau. (Quelle: Talpa, Pixabay)

Bauwirtschaft

23. September 2022 | Teilen auf:

ZDB besorgt wegen Entwicklung beim Wohnungsbau

Die vom Statistischen Bundesamt veröffentlichen Zahlen zu den Auftragseingängen im Bauhauptgewerbe im Juli 2022 kommentiert Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer Zentralverband Deutsches Baugewerbe, so: „Mit Sorge sehen wir die Orderentwicklung im Wohnungsbau. Bereits in den Monaten April bis Juni mussten wir reale Rückgänge zwischen -13 und -17 Prozent hinnehmen. Im Juli waren es nun etwa -21 Prozent. Kumulativ fehlen uns damit real schon rund 9 Prozent zum Vorjahr. Mit Blick auf die Baugenehmigungen haben wir wenig Hoffnung, dass die Zahlen in den nächsten Monaten besser werden.“

Gerade die privaten Häuslebauer kommen angesichts steigender Finanzierungs- und Lebenshaltungskosten an die Grenzen des Leistbaren, sagt der Hauptgeschäftsführer. Die avisierten Fördermittel im Neubau in Höhe von einer Milliarde Euro für das kommende Jahr sind nicht annähernd ausreichend für das Ziel der Bundesregierung, 400.000 Wohnungen im Jahr zu errichten. Zudem brauchen die Haushalte schnellstmöglich eine Entlastung bei den Energiekosten. Der Druck auf den Wohnungsmarkt wird sonst weiter zunehmen, so der Verband.

Der Umsatz im Bauhauptgewerbe lag im Juli bei rund 9,7 Milliarden Euro, ein nominaler Zuwachs um gut 7 Prozent, real aber ein Verlust von etwa 11 Prozent. Dank der noch positiven Entwicklung im ersten Quartal erreichen die Umsätze kumulativ noch rund 56 Milliarden Euro und damit „nur“ einen Rückgang von real -4 Prozent.

zuletzt editiert am 23.09.2022