Im Wohnungsbau lag demnach der Anteil der von Absagen Betroffenen bei 14,5 Prozent, nach 16,7 Prozent im Vormonat.
Im Wohnungsbau lag demnach der Anteil der von Absagen Betroffenen bei 14,5 Prozent, nach 16,7 Prozent im Vormonat. (Quelle: RAMillu/Pixabay)

Bauwirtschaft

15. November 2022 | Teilen auf:

Zukunftssorgen am Bau

Ein wenig zurück geht die Stornierungswelle im Hochbau. Das meldet Das Ifo Institut. So zeigten sich im Oktober 11,3 Prozent der Unternehmen betroffen, nach 13,2 Prozent im September. „Angesichts der oft kaum mehr kalkulierbaren Baukosten und rasch steigenden Bauzinsen werfen viele Bauherren das Handtuch, sie stellen Projekte zurück oder streichen sie ganz. Besonders im Wohnungsbau beobachten wir Auftragsstornierungen. Aber auch der gewerbliche Hochbau kämpft mit Absagen“ wird Ifo-Forscher Felix Leiss in einer Mitteilung zitiert.

Im Wohnungsbau lag demnach der Anteil der von Absagen Betroffenen bei 14,5 Prozent, nach 16,7 Prozent im Vormonat. Im gewerblichen Hochbau waren es 9,1 Prozent (11,1 Prozent im September) und im öffentlichen Hochbau 6,6 Prozent (7,2 Prozent im Vormonat). „Für die ersten Unternehmen wird die Situation bereits bedrohlich. 6,6 Prozent der Hochbaufirmen melden Finanzierungsschwierigkeiten. Im Oktober des Vorjahres hatte der Anteil nur bei 0,6 Prozent gelegen“, so Leiss.

Die Erwartungen für das kommende Halbjahr seien von Sorgen dominiert. Sie fielen auf minus 53,8 Punkte, das ist der tiefste Stand seit Beginn der Erhebung 1991. Die vorherrschenden Materialengpässe entspannten sich nur sehr langsam. 30,2 Prozent der Unternehmen klagten über Lieferengpässe, nach 32,1 Prozent im Vormonat. „Derweil dreht sich die Preisschraube am Bau infolge der Knappheiten und der hohen Energiekosten weiter. Sehr viele Betriebe planen weitere Preiserhöhungen in den kommenden Monaten“, sagt Leiss.

zuletzt editiert am 15.11.2022