Während der deutsche Markt für elektronische Bauelemente wächst, muss der Bereich elektronische Baugruppen einen Umsatzrückgang hinnehmen. Nicolas-Fabian Schweizer, Vorsitzender des ZVEI-Fachverbands PCB and Electronic Systems, verkündete auf der Productronica in München die aktuellen Zahlen: „Der deutsche Markt für elektronische Bauelemente wird mit einem Umsatz von 20,8 Milliarden Euro zum Jahresende ein Plus von 9,7 Prozent aufweisen und das Vorkrisenniveau von 2019 übertreffen“, so Schweizer. Im internationalen Vergleich schneide Europa robust ab, gefolgt von Japan. Auch auf dem Halbleiter-Weltmarkt schneide Europa mit einem Wachstum von 6,3 Prozent und einem Umsatz von 57,2 Milliarden US-Dollar positiv ab, berichtet Schweizer.
Der deutsche Markt für elektronische Baugruppen hingegen verzeichne laut Schweizer einen Umsatzrückgang von 4,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und wird voraussichtlich mit 31,4 Milliarden Euro abschließen. Diese Einbußen fielen aber im weltweiten Vergleich moderat aus. Schweizer bilanziert: „Auch hier zeigen die Zahlen, dass Europa in der Wertschöpfung der Elektronikfertigung robust ist. Die Umsatz- und Wachstumszahlen der anderen Regionen sind dagegen rückläufig.“ Deutschland und Europa müsse seine Stärken in der Prozesskompetenz weiter ausbauen, um im Hochtechnologiebereich wettbewerbsfähig und resilienter zu werden, meinte der Vorsitzende des Fachverbands PCB and Electronic Systems im ZVEI.
