Einige Hersteller werden bei der Fensterbau/Frontale 2022 nicht dabei sein, aber 564 Aussteller sind auf jeden Fall dabei. (Quelle: Messe Nürnberg)
Einige Hersteller werden bei der Fensterbau/Frontale 2022 nicht dabei sein, aber 564 Aussteller sind auf jeden Fall dabei. (Quelle: Messe Nürnberg)

Veranstaltungen

19. October 2021 | Teilen auf:

Fensterbau/Frontale durch Absagen nicht geschwächt

Obwohl bereits namhafte Hersteller wie HOPPE, GU und Schüco ihre Teilnahme an der Fensterbau Frontale 2022 abgesagt haben (wir berichteten), schwächt dies die Messe in Nürnberg nicht. Elke Harreiß, Leiterin der Fensterbau/Frontale, bedauert die Absagen und hat Verständnis für die individuellen Gründe. „Ganz wichtig ist für uns das Signal: Das Format Messe steht nicht infrage. Wer 2022 pausieren muss, möchte 2024 wiederkommen“, erklärte Harreiß am Rande der Rosenheimer Fenstertage am 13. und 14. Oktober.

Laut der Messeleiterin sind derzeit 564 Aussteller angemeldet, die Hälfte davon kommt aus dem Ausland. Gut 82 Prozent und somit über 52.000 Quadratmeter der zur Verfügung stehenden Ausstellungsfläche sei belegt. Die teilnehmenden Unternehmen haben seitens der Messegesellschaft Erläuterungen zum aktuell gültigen, inzidenzunabhängigen Rahmenhygienekonzept für Messeplätze in Bayern und den derzeit geltenden Bestimmungen hinsichtlich Standbau und Catering am Stand erhalten und bereiten ihre Messebeteiligung entlang der gesetzlichen Vorgaben nun vor.

Beschlaghersteller wie unter anderen Deni mit Ogro, BMH sowie Wilka sehen darin ein Problem. Ihre Kundenbefragungen hätten ergeben, dass sich alle eine Messe wie früher wünschten, mit zahlreichen Begegnungen und Exponaten zum Anfassen. Daher wolle man lieber warten, bis wieder eine Messe möglich sei, wie man sie kenne und möge.

Das Team der Fensterbau/Frontale bietet regelmäßig Webinare an, um die angemeldeten Firmen bezüglich der Umsetzung der geltenden Bestimmungen zu unterstützen und individuelle Fragestellungen zu klären. „Viele Unternehmen nehmen dieses Angebot wahr – oftmals zeigt sich hier, dass das ‚Schreckgespenst Hygienekonzept‘ bei näherer Betrachtung an Wirkung verliert und die meisten Wünsche bezüglich Standgestaltung umgesetzt werden können“, berichtet Harreiß. Auch wenn niemand weiß, wie sich die Lage bis März 2022 entwickelt, gibt den Organisatoren der Messe die Impfquote hierzulande und das äußert positive Feedback seitens der Teilnehmer der kürzlich gelaufenen Fachpack und it-sa 2021 in Nürnberg Auftrieb: „Die Veranstaltungen haben gezeigt, dass das Erlebnis Messe trotz pandemiebedingter Besonderheiten gelingen kann – der einstimmige Tenor lautete: 'Es fühlt sich fast genauso an wie früher!'“, heißt es aus Nürnberg. Diese Erfahrungen lässt die Messegesellschaft auch in die Beratung der Aussteller einfließen und kann nun beispielsweise auf Bild- und Videomaterial zu Demozwecken zurückgreifen, was die Planungen vereinfache. Wer sich darüber informieren möchte, kann das hier tun:  https://www.nuernbergmesse.de/de/restart.

Besucher

„Wir gehen momentan davon aus, dass sich der Teilnehmeranteil insgesamt um wenige Prozentpunkte zugunsten des nationalen Publikums verschieben wird, und insbesondere Besucher vorrangig aus Europa anreisen werden“, so Harreiß. Zum Vergleich: Zum Fachmesseverbund Fensterbau Frontale und Holz-Handwerk im Jahr 2018 kamen 94 Prozent der Besucher aus Europa. Interessierte, die eventuell aufgrund noch bestehender Reisebeschränkungen im März 2022 nicht vor Ort an der Veranstaltung teilnehmen können, haben die Möglichkeit, sich online gut zu informieren. Der Veranstalter bildet Teile des Programms virtuell ab.

zuletzt editiert am 19.10.2021