Um 14 Prozent auf ein Geschäftsvolumen von 3,8 Milliarden Euro hat die Nordwest Handel AG, Dortmund, das Jahr 2020 abschließen können – und damit einen neuen Rekordwert verbucht. Mit 185 Millionen Euro ist zudem der höchste Lagerumsatz in der Unternehmensgeschichte erzielt worden und mit 11,2 Millionen Euro das zweitbeste Ergebnis (EBIT) nach dem Jubiläumsjahr 2019. Das berichtet Jörg Simon, Vorstand für Haustechnik/Stahl/Finanzen auf der heute stattfindenden Online-Bilanzpressekonferenz.
Auch die Anzahl der angeschlossenen Fachhandelspartner ist gestiegen: Es sind 94 hinzugekommen und 60 weggegangen, sodass es nunmehr 1.125 Nordwest-Fachhandelspartner sind. Gefragt nach den Abgängen fügte Simon leicht schmunzeln an, dass keiner an den Wettbewerb verloren gegangen sei. Und der Großteil der Neuzugänge war vormals ungebunden und sei mit guten Argumenten gewonnen worden. „Bei aller Verunsicherung und Ungewissheit hat sich 2020 wieder einmal gezeigt, dass Nordwest ein verlässlicher Partner ist. Sei es für unsere Beschäftigten oder für unsere Handels- und Lieferantenpartner“, so Simon.
Der Geschäftsbereich Stahl erzielt mit einem Geschäftsvolumen von 1,303 Milliarden Euro einen weiteren Höchstwert und übertrifft den bisherigen Rekordwert aus dem Vorjahr um 6,3 Prozent. Der Geschäftsbereich Bau-Handwerk-Industrie insgesamt erzielt ein Geschäftsvolumen von 1,225 Milliarden Euro und damit einen durch die Prognose abgedeckten Anstieg um 5,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert. Der Bereich Bau erreicht ein Geschäftsvolumen von 425,8 Millionen Euro und erzielt damit einen Anstieg von 9,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Bereich Handwerk & Industrie steigert das Geschäftsvolumen um 3,6 Prozent auf 799,3 Millionen Euro. Der Geschäftsbereich Haustechnik setzt seine erfolgreiche Entwicklung aufgrund der Neuausrichtung fort und baut das Geschäftsvolumen um 19,2 Prozent auf 256,3 Millionen Euro aus.
Trotz der weiterhin bestehenden Herausforderungen ist die Handelsorganisation nach eigenen Angaben erfolgreich in das Geschäftsjahr 2021 gestartet. Große Investitionen in das Lagergeschäft haben bereits begonnen und weitere stehen noch an. Details dazu und zu der Entwicklung der Geschäftsbereiche lesen Sie in der Schloss- und Beschlagmarkt-Ausgabe 7/21. Bis dahin gibt es eventuell auch Neuigkeiten zur Nachfolge des erkrankten Vorstandsvorsitzendes Andreas Ridder, der im April unter Hinweis auf seine aktuelle Verfassung den Aufsichtsrat um die Auflösung seines Beschäftigungsverhältnisses gebeten hatte ( wir berichteten ). Derzeit berät der Aufsichtsrat über das weitere Vorgehen.
