Auch für die Sicherheit sei bei Matter gesorgt: Matter-Geräte sollen Schaltbefehle in ihrem Zuhause ausschließlich verschlüsselt austauschen, was den Betrieb abhörsicher mache.
Auch für die Sicherheit sei bei Matter gesorgt: Matter-Geräte sollen Schaltbefehle in ihrem Zuhause ausschließlich verschlüsselt austauschen, was den Betrieb abhörsicher mache. (Quelle: geralt/Pixabay)

Smarte Gebäude 2022-11-08T11:29:11.106Z What’s the „Matter“?

Der herstellerübergreifende Smart-Home-Standard „Matter“ ist mit Verzögerung gestartet. Der Standard bedeutet für Smart-Home-Nutzer, dass sie nicht mehr darauf achten müssen, ob ein gekauftes Gerät mit ihrer vorhandenen Bridge kompatibel ist. Zudem sollen die Geräte aufgrund des Standards problemlos miteinander kommunizieren können – dies soll um den Jahreswechsel der Fall sein.

Der Standard ist sowohl WLAN als auch Thread basiert. Thread ist eine Weiterentwicklung des Zigbee-Standards, basiert auf dem Netzwerkprotokoll IPv6 und funkt im 2,4-GHz-Frequenzband und kommt daher ohne Kabel aus. Zigbee heißt mittlerweile Connectivity Standards Alliance (CSA – wir berichteten ) und ist der Matters-Anbieters. CSA stellte Anfang Oktober 2022 die Matter-Version 1.0 vor, die nach eigenen Angaben über 4.400 Mal heruntergeladen wurde.

Laut des Onlinemagazins „Golem.de“ sind bislang 190 Geräte vom Bewegungsmelder bis zum Gateway zertifiziert, was aber angesichts der Vielzahl an Smart-Home-Geräten eine eher niedrige Zahl sei. Doch diese wird voraussichtlich schnell wachsen, denn zur CSA gehören circa 300 Hersteller, unter anderem Assa Abloy, Schneider Electric und Somfy, aber auch Amazon, Apple sowie Google und Samsung. Der neue Standard soll auch auf viele ältere Geräte dieser Hersteller per Firmware-Update aufgespielt werden können.

Auch für die Sicherheit sei bei Matter gesorgt: Matter-Geräte sollen Schaltbefehle in ihrem Zuhause ausschließlich verschlüsselt austauschen, was den Betrieb abhörsicher mache. Damit sich kein manipuliertes Gerät als trojanisches Pferd einklinken kann, kommt laut „Computerbild“ jede Hardware ab Werk mit einem individuellen Zertifikat. Die verwendete Matter-App gleiche das mit einer Internetdatenbank ab. Beim Abruf verrate sie nichts Persönliches über den Nutzer und die Datenbank liege durch Blockchain-Technik dezentral verteilt auf vielen Servern und sei damit fälschungssicher. Auch Software-Updates vermerken die Hersteller dort.

Bluetooth-Funk kommt bei Matter dagegen kaum zum Tragen, zumindest nicht bei der Datenübertragung. Dadurch bleiben unter anderem Bluetooth-Schlösser von Yale außen vor. Eine entsprechende Veränderung der Produkte seitens der Hersteller ist hier erforderlich, damit sie Matter-fähig werden. Bereits jetzt sind smarte Schlösser mit anderem Funkstandard sowie Sonnenschutzelemente über Matter eingebunden. Demnächst sollen auch Videotürklingeln und Überwachungskameras dazu kommen. Hersteller wie Bosch und Nuki arbeiten bereits daran. Eine Übersicht der bereits für Matter zertifizierten Produkte steht auf der CSA-Homepage .

zuletzt editiert am 08. November 2022
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